Glen Mhor, 1965 / 2003, Gordon & MacPhail, 43%

Farbe: dunkles Bernstein

Nase: wow, eine extreme Fruchtigkeit füllt den Raum. Ein ganzer Korb voller exotischer Früchte. Papaya, Mango, Honigmelone auch reife Birnen zeigen sich. Eine leichte karamellige Süsse überzieht den Obstsalat.

Gaumen: Im Mund schön mild, Honigmelone und Süssholz. Die 43% sind erstmal etwas ungewohnt, wenn man sonst oft Fassstärken trinkt, aber passen wunderbar zu diesem filigranen Whisky.

Abgang: leider ein recht kurzer Abgang, dafür aber Anfangs sehr intensiv und die Frucht, untermalt von einer dezenten Eichennote, bleibt ziemlich lang.

Fazit: 88/100 Punkte – „Awesome piece of history“. Hier bekommt man Whisky, wie er früher einmal war. Die Nase ist der Oberhammer, im Mund kann er das „Versprechen“ leider nicht ganz halten und der Abgang ist mir zu kurz.

Würde ich den Whisky nachkaufen? Nunja, leider sind solche Perlen nur noch schwer zu finden und wenn dann ziemlich teuer (650€). Wenn man das „für das Geld bekomme ich besseres“-Argument weg lässt, würde ich die Frage mit „Ja“ beantworten, leider gibt es für 650€ wirklich noch deutlich (insgesamt) besseres. Würde man diesen Glen Mhor für um 300€ bekommen, würde ich defintiv nachkaufen, nicht jedoch für das doppelte oder mehr. Probiert haben, sollte man aber auf alle Fälle. Ich bin froh noch einiges in der Flasche zu haben.

Whiskybase-Link: https://www.whiskybase.com/whiskies/whisky/21554/glen-mhor-1965-gm